Sammlung Musikautomaten Holzer  

Sammlung Musikautomaten Holzer

 

Der Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum erwarb 2010 die umfassende Sammlung von Musikautomaten des aus Osttirol stammenden Film- und Musikproduzenten Louis Holzer. Dieser – inzwischen restaurierte und – zum größten Teil funktionstüchtige Bestand dokumentiert – angereichert mit einigen Objekten aus den Historischen Sammlungen – anschaulich die Entwicklungsgeschichte der „Musik aus der Dose“ vom 19. Jahrhundert bis heute.

Historische Sammlungen,

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Musikautomatensammlung Louis Holzer Unser heutiger Alltag ist akustisch von Musik aus MP3-Playern, CD-Playern, Stereoanlagen usw. geprägt. Die Vorläufer dieser Geräte, die „Musikautomaten“ oder „mechanischen Musikinstrumente“, funktionieren noch ohne Steckdose und ohne Batterien bzw. Akkus und können auf den verschiedensten Medien – wie etwa Stiftwalzen oder Lochplatten – gespeicherte Töne mit unterschiedlichen Vorrichtungen „lesen“ und abspielen. Neben den technik- und musikhistorischen Aspekten werden bei Musikautomaten aber auch wirtschafts- und sozialgeschichtlich relevante Entwicklungen deutlich. Der Verein Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum erwarb im Jahr 2010 die umfassende Sammlung von Musikautomaten des aus Osttirol stammenden Film- und Musikproduzenten Louis Holzer für die Historischen Sammlungen. Dieser zum größten Teil funktionstüchtige Bestand dokumentiert anschaulich die Entwicklungsgeschichte der Musikautomaten vom 19. Jahrhundert bis heute. Einen Meilenstein in der Geschichte der mechanischen Musikinstrumente stellt der vom bekannten amerikanischen Erfinder Thomas Alva Edison (1847–1931) im Jahr 1877 entwickelte „Phonograph“ dar. Mit diesem System gelang es ihm erstmalig, Töne aufzunehmen: Schallwellen, die mit einem Trichter eingefangen werden, setzen durch ihre Schwingungen eine Nadel in Bewegung, welche eine Spiralspur auf eine sich drehende, stanniolbezogene Walze schreibt. Diese „Sprechmaschine“ ist in der Folge auch in der Lage, die aufgenommenen Töne mithilfe einer stumpfen Nadel wieder abzuspielen. Dieses Exemplar der Sammlung Holzer, das zwischen 1911 und 1913 produziert wurde, besticht optisch vor allem durch seinen 70 cm hohen und imposanten Schalltrichter.